Lass los,
flüsterte der Herbst,
es gibt nichts festzuhalten
in der Weite des endlosen
leeren Raumes.
Den eigenen Atem
nur fließen lassen,
sich in ihm auflösen.
Auch wir sind wie der Herbst,
lassen los und fallen in eine
uns unbekannte Ewigkeit.
Sei ganz da, doch gib die Last ab.
Komm zurück in den Moment.
Jetzt und Hier,
dieser flüchtige Augenblick,
nimm es ganz in dich auf:
die Blätter sind gelb, rot,
grün und braun.
Wenn wir, was auch immer
unseren Geist endlos beschäftigt,
nicht loslassen können und
es weiter festhalten wollen,
wird das Gewicht dieser Last
unseres Leidens immer schwerer.
Bis es uns erdrückt –
viel zu oft erst dann,
geben wir ab, lassen wir los.
Lass es jetzt los, gib alles ab.
Worauf wartest du? Was hindert dich?
Du bekommst keine Auszeichnung
für das endlose Festhalten.
Keine.
Nie.